Wie sieht die Innenstadt nach der Krise aus? / Moderation zwischen Mietern und Vermietern

Ausnahmezustand!

Alfeld – Thomas König (Magnus und Vorstandsmitglied des Forums Alfeld Aktiv) macht sich Sorgen, wie die Innenstadt nach der Corona-Krise aussehen wird. Der Einzelhandel macht keine Umsätze und hat mitunter Schwierigkeiten, die Mietzahlungen zu leisten. Und auch die Vermieter sind auf stetige Zahlungseingänge angewiesen. Die Stadtverwaltung ihrerseits hat das Interesse, dass die Innenstadt des Mittelzentrums lebendig bleibt. Alle drei Parteien sitzen also an einem Tisch. „Wir befinden uns in einem Ausnahmezustand und müssen alle an einem Strang ziehen“, sagt Lars Rogge, Immobilieneigentümer und Vorsitzender der Standortgemeinschaft Innenstadt. Ein kleines Problem sei, dass das Spektrum der Mietverhältnisse individuell sei. Auf der einen Seite reicht es vom Kleinunternehmer bis zur großen Kette, auf der anderen von der „Oma“, die mit Mieteinnahmen ein Zubrot hat, bis zum internationalen Immobilienunternehmen. Um hier individuelle Lösungen anzubieten, stellen sich Bürgermeister Bernd Beushausen und FAA-Geschäftsführer Hans-Günther Scharf als Mediatoren zur Verfügung. Es sei keine Rechtsberatung, wohl könne man aber Möglichkeiten der Hilfspakete und Optionen von Kreditinstituten aufzeigen. Ob das Angebot angenommen wird, wisse man noch nicht. Der Bedarf könnte da sein, denn etwa 50 Prozent der Geschäfte in der Innenstadt sind gemietet. „Die aktuell traurig leeren Innenstädte zeigen, wie stark die Lebendigkeit in der Alfelder Innenstadt im Normalfall doch ist“, bilanziert Rogge: „Daher müssen wir alles dafür tun, die Attraktivität zu erhalten und zu steigern.“

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