"Der beste Deal"

ARD-Doku deckt auf: So sahnen Sie immer satte Rabatte ab - egal ob Schlussverkauf oder nicht

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Bei großen Ketten regieren die festen Preise. Rabatte gibt es meist nur im Sale.

Feilschen ist in Deutschland unüblich - schließlich gibt es ja den Winter- oder Sommerschlussverkauf. Wer sich allerdings traut, kann Designermöbel zum Schnäppchenpreis ergattern.

In der dritten Folge des ARD-Verbrauchermagazins "Der beste Deal" wollen Anabell Neuhof und Yared Dibaba wissen, ob sich das Handeln bei Waren wie Klamotten, Möbeln & Co. lohnt. Der Clou daran: In Deutschland ist das Feilschen so gut wie gar nicht verbreitet - doch in anderen Ländern täglich Gang und Gäbe.

Dazu machen die beiden Reporter den Test - und sind jeweils auf dem Nordmarkt in Dortmund bzw. dem Wochenmarkt in Köln unterwegs. Ihr Auftrag: Dem jeweils Anderen für zehn Euro ein Geschenk kaufen - und dabei so viel Rabatt wie möglich herausschlagen. Mit riesigem Erfolg.

"Der beste Deal": Darum sollten Sie das Feilschen bei Textilien lieber lassen

So ergattert Neuhof nicht nur ein Mitbringsel, sondern gleich mehrere - darunter zwei Hemden, eine Wasserkaraffe und einen Deko-Adler. Wert der Waren: 15 Euro. So hat sie sich dank Feilschen  33 Prozent gespart. Kollege Dibaba kann stattdessen einen Handyhalter, eine Armbanduhr sowie ein Portemonnaie abstauben. Gesamtwert: 16 Euro. Damit gewinnt er das Spiel um den "besten Deal" - mit einem Rabatt von satten 38 Prozent. Zudem stellen die Reporter fest: Die lockere Atmosphäre hat ihr Übriges dazu getan - doch wie ist es in einem normalen Geschäft?

Verkaufstrainer Stephan Heinrich soll sie diesbezüglich beraten. Doch Neuhof und Dibaba kommen schnell an ihre Grenzen: So wird erstere in einer H&M-Kette auf die Frage, ob die Verkäuferin an der Kasse einen noch günstigeren Preis machen könne, nur ausgelacht. Für Heinrich kein Wunder - schließlich geht bei großen Ketten oftmals nichts, da es sich um feste Preise handelt.

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Stattdessen sollen sie es in kleineren Läden versuchen und dort nach dem Chef fragen. Gesagt, getan. Dibaba geht zu einem Herrenausstatter - und fragt vermessen, ob er auf die bereits reduzierte Ware noch Rabatt bekäme. Auch das geht schief - und Verkaufstrainer Heinrich kann auch erklären, wieso: Schließlich sei die Textilbranche ein schwieriges Feld, da die Lieferanten unverbindliche Preisempfehlungen herausgeben, an die sich die Einzelhändler halten. Feilschen sei hier unüblich, da man sich auf diesem Preis geeinigt habe und am Ende auch die Einzelhändler noch einen Gewinn erwirtschaften wollen.

Möbel, Technik oder Haushaltsgeräte: Hier gibt es Schnäppchenpreise auch außerhalb vom Sale

Das heißt allerdings auch: Wer Klamotten immer zum Normalpreis kauft, macht nicht den besten Deal. Schließlich sind die Preise bewusst hoch angesetzt, weshalb Kunden regelmäßig auf Rabatte im Sale achten sollten. Dagegen könne sich, berichtet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, bei Möbeln, Technik und Haushaltsgeräten mehr machen lassen.

Die beiden Reporter machen wieder den Test - diesmal gehen sie in einen kleinen Laden für Designermöbel. Und tatsächlich: Das graue Ecksofa für 7.500 Euro können sie nach mehrmaligem Hin und Her auf sage und schreibe 4.900 Euro plus einem Einkaufsgutschein für 100 Euro herunterhandeln. Das macht einen Rabatt von satten 36 Prozent.

Daraus schließen Neuhof und Dibaba: Wer mit einer richtigen Strategie und einem klaren Plan feilscht, der kann am Ende auch Schnäppchenpreise außerhalb vom Schlussverkauf erzielen.

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jp

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