Grundlegende Neuaufbereitung

ZDF kündigt markante Änderungen für acht Formate an - auch das „heute-journal“ ist betroffen

Das ZDF präsentiert ein modernisiertes Nachrichtenstudio. Die Premiere ist für 19. Juli vorgesehen
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Das ZDF präsentiert ein modernisiertes Nachrichtenstudio. Die Premiere ist für 19. Juli vorgesehen.

ZDF-Nachrichten wie das „heute-journal“ sollen künftig in einem neuen Glanz erstrahlen. Der Sender zieht ein modernisiertes TV-Studio hoch und kündigt markante Änderungen an.

Mainz - Nachrichtensendungen des ZDF werden demnächst offenbar eine andere Atmosphäre in die heimischen Wohnzimmer bringen (oder wo man das Zweite Deutsche Fernsehen sonst noch verfolgt): Wie der TV-Sender verkündet hat, werden Formate wie beispielsweise das „heute-journal“ sowie die „heute“-Sendung optisch grundlegend neu aufbereitet.

So bekommen Zuschauer ein technisch grundlegend erneuertes Studio zu sehen, mit dem Augenmerk auf das visuelle Design, dazu gehört eine neue grafische Darstellung der nachrichtlichen Inhalte. Die Modernisierung der ZDF-Nachrichten wird bei acht Formaten stattfinden, auch zum Zwecke einer vereinheitlichten optischen Darstellung (Stichwort „Wiedererkennungswert“).

ZDF-Nachrichten modernisiert: Bessere Optik, mehr Kompetenz, „keine falsche Realität“

Zudem stellt ZDF-Chefredakteur Peter Frey mehr „Erklärkompetenz“ in Aussicht. Einige Tage zuvor sah sich Partnersender ARD von Unionspolitiker und Bundestagskandidat Hans-Georg Maaßen Vorwürfen ausgesetzt, die eine öffentliche Debatte in Gang setzten. Die Premiere des neuen Nachrichtenstudios ist für den 19. Juli anberaumt, wenn um 19 Uhr „ZDF heute“ beginnt. Diese Nachrichtenformate sind betroffen:

  • „heute“
  • „heute - in Deutschland“
  • „heute - in Europa“
  • „heute-journal“
  • „heute-journal update“
  • „Wetter“
  • „heute Xpress“
  • „logo!“

Die stellvertretende Chefredakteurin erklärt die Beweggründe und hebt den Aspekt Glaubwürdigkeit hervor: „Mit Bild und Grafik komplizierte Sachverhalte knapp und auf den Punkt zu erklären, wird künftig noch mehr genutzt.“ Wie Bettina Schausten beteuert, werde „keine falsche Realität vorgegaukelt, sondern eine optische Unterstützung für Erklärung gegeben.“

Auch die Interaktion mit Gästen soll optimiert ablaufen: Im renovierten ZDF-Studio werde ein Moderationstisch platziert, der einerseits kleiner sei als der bisherige, dafür jedoch mit einer L-Form. Die Begründung des öffentlich-rechtlichen Senders: So könne ein Gespräch über Eck stattfinden, zugunsten von natürlicheren Blickachsen. Darüber hinaus gibt es auch beim Klang der ZDF-Nachrichten eine Anpassung: Die Erkennungsmusik sei „deutlich überarbeitet“ worden.

ZDF „heute journal“ und Co.: Natürliche Moderatoren und ein neuer Roboter

Bei den Nachrichtensprechern selbst ändere sich nichts, dafür sollen die Moderatoren stärker ins Zentrum rücken. In diesem Zusammenhang spielt wohl auch die Info eine Rolle, dass LED-Scheinwerfer die Gesichter der Protagonisten natürlicher aussehen lassen. Das Maß der künstlichen Intelligenz* steigt dagegen: Mit einer Kamera ausgerüstet, wird ein Roboter auf Schienen durch das modernisierte TV-Studio rollen.

Dem neuen Umbruch ist kürzlich bereits ein weiterer vorangegangen: Moderator Claus Kleber hat das Ende seiner ZDF-Laufbahn verkündet*:

Neben linearem Fernsehen spielt für die Öffentlich-Rechtlichen längst auch die Internetnutzung eine große Rolle. Zuletzt konnten die Mediatheken von ARD, ZDF und Co. sogar Gigant Netflix überholen*. (PF) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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