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Schlechte Ausreden bei Bagatelldelikten

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Mitarbeiter riskieren ihren Job, wenn sie in der Firma etwas mitgehen lassen – selbst bei Kleinigkeiten wie ein paar Maultaschen. © dpa

Heidelberg – Eine geklaute Frikadelle oder sechs Maultaschen – auch Kleinigkeiten können den Job kosten. Bagatelldelikte rechtfertigen aber nicht automatisch einen Rauswurf, wie ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts zeigt.

Es hat die Kündigung der Kassiererin „Emmely“ aufgehoben, die entlassen wurde, weil sie zwei Pfandbons im Wert von 1,30 Euro unterschlagen haben soll. Eine Abmahnung hätte laut den Richtern in diesem Fall gereicht.

Zugleich betonten sie, dass Bagatelldelikte weiterhin ein Kündigungsgrund sein können. Das zeigt: Es kommt auf den Einzelfall an. Und nicht zuletzt darauf, wie ertappte Mitarbeiter sich in so einer Situation verhalten. Manche machen die Sache nur schlimmer, weil sie genau das Falsche sagen. Dazu gehören folgende Ausreden:

Das kam im Falle einer Altenpflegerin zum Tragen, die ihren Job verloren hatte, weil sie sechs Maultaschen eingesteckt hatte. Sie hatte eingewandt, dass es im Betrieb gang und gäbe sei, übriges Essen zu verzehren. Die Richterin verwies aber darauf, dass dies ausdrücklich untersagt worden war. „Sie hätte wissen müssen, dass ein Verstoß Konsequenzen ernster Art nach sich ziehen kann.“

TOBIAS SCHORMANN

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