Eine Branche hatte es besonders schwer

Kündigungen in der Corona-Krise: Diesen Unternehmen liefen 2020 die Kunden davon

Der Kündigungs-Index: 2020 traf es vor allem die Telekommunikationsbranche hart.
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Der Kündigungs-Index: 2020 traf es vor allem die Telekommunikationsbranche hart.

2020 war ein hartes Jahr – das dürfte niemanden überraschen. Unternehmen wie auch Verbraucher bekamen das zu spüren. Die Folge? Viele Vertragskündigungen. 

Das Corona-Jahr 2020 machte vielen Menschen zu Schaffen – auch in finanzieller Hinsicht. Das bekamen wiederum viele Unternehmen zu spüren. Der Vertragsmanager Volders, der sich um Vertragsbeendigungen kümmert, veröffentlichte nun eine Statistik, aus der herauszulesen ist, welche Unternehmen und Branchen die meisten Kündigungen verkraften mussten.

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Der Kündigungs-Index: Für diese Unternehmen und Branchen kam es 2020 am härtesten

Eine Vertragsbeendigung vonseiten der Kunden ist für kein Unternehmen schön. Besonders hart traf es im Jahr 2020 die Telekommunikationsbranche mit fast 20 Prozent aller Kündigungen, berichtet Vertragsmanager Volders. Rund 31.000 Kündigungen setzte Volders allein für Kunden der Telekom durch, wodurch Europas größtes Telekommunikationsunternehmen an der Spitze des Rankings rangiert. Den zweiten Platz nimmt ein Branchenkollege ein: Circa 28.000 Kündigungen musste Vodafone hinnehmen. Auf dem dritten Platz befindet sich ebenfalls ein Unternehmen aus der Kommunikationsbranche: O2 verlor im Jahr 2020 rund 23.000 Kunden. Platz 4 belegt die Fitnessstudiokette McFit mit etwa 17.600 Kündigungen, die wohl vor allem auf die beiden Lockdowns zurückzuführen sind. Auf Platz 5 wiederum steht das Telekommunikationsunternehmen Mobilcom-Debitel mit rund 16.400 Kündigungen.

Bei den drei Telekommunikationsunternehmen, die die ersten Plätze unter sich ausmachten, war der häufigste Grund für die Kündigung finanzieller Natur, eine offensichtliche Folge der Corona-Pandemie. Ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis war die dritthäufigste Ursache, die von den Verbraucherinnen und Verbrauchern angegeben wurde.

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Aussagekräftige Vertragsbeendigungen – Schuld ist nicht nur Corona

Die Hälfte der Plätze in den Top 10 der Unternehmen mit den meisten Kündigungen wird von einem Unternehmen der Telekommunikationsbranche besetzt – 18,5 Prozent aller Kündigungen 2020 gingen auf die Branche zurück. Das ergibt den größten Anteil des diesjährigen Indexes. Während dafür auf der einen Seite natürlich die Corona-Pandemie ursächlich ist, darf auf der anderen Seite eine weitere Erkenntnis nicht unter den Tisch gekehrt werden: Viele Kunden waren im Jahr 2020 offensichtlich nicht zufrieden mit ihrem Anbieter oder Vertrag. Denn wohl nur die wenigsten verzichteten gänzlich auf den Service in einem Jahr, in dem man häufiger als sonst Zuhause festsaß. So folgte wohl auf die meisten Vertragsbeendigungen ein neuer Anbieter mit vermeintlich besseren Konditionen.

Diese Tatsache, so kommentiert auch der Chief Marketing Officer von Volders, Mathias Rhode, sollte die Unternehmen in Zukunft veranlassen, die Zahlen als Kritik zu verstehen, die Leistungen zu evaluieren und für den Kunden vorteilhaftere Angebote zu erstellen. Alle Daten der Volders-Analyse stehen übrigens hier zur Verfügung. (fh) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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