Ausbildungsberufe

Junge Frauen meiden zunehmend Lehrberufe

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Eine Wand mit Job- und Lehrstellenangeboten. Das Statistische Bundesamt äußert sich zu Nachfrage und Besetzung von Ausbildungsberufen. Foto: Hendrik Schmidt

Immer mehr Jugendliche machen Abitur, das sorgt für Veränderungen am Ausbildungsmarkt. Auffällig ist vor allem: Junge Männer entscheiden sich häufiger für eine Ausbildung als Frauen.

Wiesbaden (dpa) - Die klassische duale Ausbildung wird in Deutschland immer mehr zur Sache junger Männer. Im vergangenen Jahr schlossen knapp 330.000 Männer einen neuen Ausbildungsvertrag ab und damit 2,6 Prozent mehr als 2017, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Im Vergleich dazu sank die Zahl der Ausbildungsbeginnerinnen um 1 Prozent auf gut 192.000. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl neuer weiblicher Lehrlinge um 25 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der jungen Männer sank in dem Zeitraum nur um knapp 7 Prozent.

Besonders junge Ausländer entscheiden sich häufiger für eine Lehre, teilte das Bundesamt weiter mit. So wurden 14,8 Prozent mehr Verträge mit jungen Männern ausländischer Herkunft geschlossen, bei den Frauen nahm die Zahl um 4,2 Prozent zu.

Erstmals war bei den Neuabschlüssen der Beruf Bürokaufmann/Kauffrau der beliebteste. Es folgten Einzelhandelskaufleute und Kfz-Mechatroniker. Ausländer begannen besonders häufig Lehren als zahnmedizinische Fachangestellte. Es folgten Verkäufer und Kfz-Mechatroniker.

Mitteilung Destatis

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