Experiment

Frau verbannt jegliches Bargeld aus ihrem Geldbeutel - das ist dann passiert

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Zwei Wochen ohne Bargeld - klappt das eigentlich? Eine junge Frau startete den Selbstversuch.

Bargeldlos leben - ist das möglich? Eine Journalistin aus München startete den Selbstversuch. Was sie ohne Münzen und Geldscheine so alles erlebte, erstaunte sie oft selbst.

"Ich komme wie jeden Morgen an meiner Lieblingsbäckerei vorbei und freue mich auf Cappuccino und Brioche to go. Verdutzt schaut mich die sonst so freundliche Verkäuferin an. Mit Karte zahlen? 'Das wäre ja noch schöner.'" Mit diesem ernüchternden Erlebnis begann das Experiment einer jungen Frau aus München, die zwei Wochen lang auf Bargeld verzichtete. Und es sollte nicht der einzige Vorfall dieser Art werden.

Experiment: Ist bargeldloses Leben in Deutschland möglich?

Die Journalistin des Focus wollte in einem Selbstversuch austesten, ob bargeldloses Leben in Deutschland bereits möglich ist. Also verbannte sie jegliche Münzen und Geldscheine für zwei Wochen aus ihrem Portemonnaie. Um ihre Einkäufe und sonstigen Dinge zu bezahlen, kam für sie ab sofort nur noch Giro-, Kreditkarte oder kontaktloses Bezahlen, etwa mittels Smartphone oder online in Frage.

In den meisten Fällen rannte sie damit tatsächlich offene Türen ein: Ob im Super- oder Biomarkt, beim Friseur, im Taxi, in der Pizzeria oder im Lieblingscafé - die meisten Läden akzeptierten bargeldlose Zahlungsmittel. Sogar in der Kantine konnte sie dank Mitarbeiterkarte auf Bargeld verzichten - der Betrag wurde einfach vom Gehalt abgezogen. 

Doch ganz ohne Bargeld stieß sie auch vielerorts an ihre Grenzen: So scheiterte sie etwa oft in kleineren Läden, in Bäckereien, im Biergarten oder auf dem Bauernmarkt. Vielerorts wurde erst ab einem bestimmten Betrag (z.B. 20 Euro) Kartenzahlung akzeptiert. 

Dann hieß es für sie: Verzichten oder sich einladen lassen. Doch das störte die junge Frau gewaltig: "Eigentlich wollte ich meine Gewohnheiten für das Experiment nicht ändern", schreibt sie über ihren Selbstversuch. "Doch schon bald ertappe ich mich, nach Orten Ausschau zu halten, an denen ich sicher mit Karte zahlen kann – und gestalte meinen Alltag um." 

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So lautet das Fazit nach zwei Wochen bargeldlos leben

Trotzdem zieht sie nach zwei Wochen ein positives Fazit: Ein Alltag ohne Bargeld sei möglich, aber auch anstrengend. "Auch wenn der Versuch bei über 80 Prozent der Geschäfte und Dienstleistungen reibungslos funktioniert hat und ich viele Dinge ohnehin online kaufe, haben mich die fehlende Spontanität und die immer gleiche Frage 'Kann ich hier mit Karte zahlen?' genervt. Kleinere Läden oder Cafés zu meiden ist für mich keine Option", schließt sie ihren Artikel.

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