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EU-Behörde schlägt Alarm: Euronoten sollen verseucht sein – mit diesem Stoff

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Titandoxid befindet sich in vielen Produkten - noch ist nicht geklärt, wie gefährlich der Stoff ist.

Absurde Panikmache – oder die Wahrheit? Angeblich soll ein Detail auf unseren Euronoten krebserregend sein. Deshalb könnten schon bald neue Scheine gedruckt werden.

21 Milliarden Euro-Geldscheine – diese Anzahl an Banknoten sind derzeit im Umlauf. Und für die könnte es bald ein Ende haben, schließlich sollen sie laut der EU-Chemikalienagentur (ECHA) durch einen krebserregenden Stoff verseucht sein.

Krebserregende Geldscheine: Titandioxid in der Kritik

Dabei soll es sich um ein W eißpigment handeln, das auch in Sonnencremes benutzt wird. Schließlich reflektiert es das Sonnenlicht. Doch was hat das mit unseren Geldscheinen zu tun?

Angeblich befindet sich Titandioxid auch in dem kleinen Silberstreifen auf den Euro-Banknoten. Bereits in der Vergangenheit haben mehrere Verbände sowie der zuständige Ausschuss für Risikobewertung der ECHA vor den Risiken des umstrittenen Stoffes gewarnt.

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So soll er bereits an Ratten getestet worden sein, die anschließend ein höheres Risiko aufwiesen, an Krebs zu erkranken. Daher will die ECHA nun den Silberstreifen auf Geldscheinen prüfen, ob er ebenfalls in die Kategorie "Verdacht auf krebserzeugende Wirkung" fällt. Wenn das tatsächlich durchgehe, könnte das bedeuten, dass die EU am Ende neue Scheine drucken – und die Alten aus dem Verkehr ziehen müsste.

21 Milliarden Euroscheine müssten eingestampft werden

Doch wie es scheint, ist man sich in wissenschaftlichen Fachkreisen nicht einig, was die Risikoeinschätzung des Stoffes betrifft. So ist Titandioxid aus der Sicht von "Öko-Test" gesundheitlich nicht bedenklich einzustufen.

Auch der EU-Abgeordnete Markus Feber sieht das Vorgehen der ECHA kritisch: "Wenn die EU-Chemikalienagentur ernst macht, müssten alle Euro-Scheine eingestampft werden. Das ist absurde Panikmache", sagte er der Bild.

Am 13. Juni soll nun der EU-Regelungsausschuss für Chemikalien über die Einordnung des Stoffes und eine mögliche Kennzeichnung von Produkten in der Zukunft entscheiden.

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jp

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