Wegen seiner Wutausbrüche

Linux-Erfinder nimmt Auszeit

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Ein Informatiker arbeitet in einem Rechenzentrum mit dem Betriebssystem Linux. Der führende Entwickler des Betriebssystems, Linus Torvalds, nimmt wegen seiner Wutausbrüche vorerst eine Auszeit. Foto: Jan Woitas

San Francisco (dpa) - Linus Torvalds, der für seinen schroffen Umgangston berüchtigte Erfinder des freien Betriebssystems Linux, nimmt eine Auszeit, um an sich und seinem Charakter zu arbeiten.

Er sehe ein, dass seine leichtfertigen Attacken in E-Mails unprofessionell gewesen seien, "besonders wenn ich es habe persönlich werden lassen", schrieb Torvalds (48) in den Notizen zur aktuellen Linux-Version. Er entschuldige sich bei allen, die sein Verhalten verletzt - und möglicherweise auch von der Arbeit an Linux abgeschreckt - habe.

Torvalds ist seit den 90er Jahren der führende Entwickler des Linux Kernel - der Basis des offenen Betriebssystems. Der Linux Kernel liegt unter anderem auch dem Google-Mobilsystem Android zugrunde. Linux ist außerdem das führende Betriebssystem von vernetzten Computern im Internet (Server). Bei Personal Computern spielt Linux dagegen kaum ein Rolle.

Torvalds betonte, seine Attacken erschienen ihm im Tagesgeschäft angemessen angesichts des Ziels, neue Linux-Versionen fertigzukriegen. Es sei für ihn schon sein Leben lang schwierig, Emotionen anderer zu deuten. Jetzt erkenne er aber, dass sich in der Gemeinschaft der Linux-Entwickler viel Unzufriedenheit über sein Verhalten angesammelt habe.

Äußerungen von Torvalds

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