Plattform als Anlaufstelle

Gamescom stellt digitales Konzept vor

Zentrales Thema der Gamescom wird die neue Konsolengeneration sein. Foto: Christophe Gateau/dpa
+
Zentrales Thema der Gamescom wird die neue Konsolengeneration sein. Foto: Christophe Gateau/dpa

Wegen der Corona-Pandemie muss die nach eigenen Angaben größte Videospielmesse Gamescom umdenken: Statt über 370.000 Menschen auf das Messegelände zu lassen, gibt es eine digitale Version. Damit wollen sich die Veranstalter auch auf die Zukunft vorbereiten.

Köln (dpa) - Mit dem Leitthema "Spielend in die Zukunft" geht die Computer- und Videospielmesse Gamescom inmitten der Coronakrise in ihre erste digitale Ausgabe.

Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse, kündigte vor Journalisten das "innovativste Produkt des internationalen Messewesens" an. Der neue digitale Ansatz solle auch künftig zu einem Kernbestandteil der Messe werden, selbst wenn sie wieder mit Publikum stattfinden kann.

Zentrales Thema der Messe wird die neue Konsolengeneration sein: Sowohl Microsoft als auch Sony haben neue Spielekonsolen für den Herbst angekündigt. Zunächst wurde aber nur der Xbox-Hersteller als Partner für die Gamescom bestätigt. Weitere große Aussteller sind unter anderem Bethesda, Electronic Arts, Ubisoft, Koch Media sowie Activision Blizzard, die im vergangenen Jahr nicht anwesend waren.

Zentrale Anlaufstelle für die Inhalte, die von Partnern und der Messe selbst produziert werden, soll die Plattform "gamescom now" werden. Die Teilnahme daran ist kostenfrei. Mit einer Registrierung könne man sich seine persönlichen Interessen zusammenstellen, hieß es.

Für die viertägige Laufzeit hat die Messe außerdem mehrere zentrale Shows angekündigt. Erneut wird es die "Opening Night Live" mit Moderator Geoff Keighley geben, bei der diverse Ankündigungen und Trailer zu sehen sein werden. Ebenfalls geplant ist die Show "Awesome Indies" für unabhängige Entwickler sowie das Event "Best of Show", das die digitale Messe abschließen soll.

Eine wichtige Säule für die Gamescom sind auch externe Partner, die weitere Inhalte erstellen und übertragen sollen. Ein prominentes Beispiel dabei ist der Zusammenschluss der drei Firmen Rocket Beans, Freaks4U Gaming und Instinct3, die unter dem Namen "Gamevasion" mit ihren Streamern und Influencern von der Messe berichten sollen.

Die Eröffnung der Messe übernehmen am 28. August Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (beide CSU), der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet sowie Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (beide CDU). Die Messe findet vom 27. bis zum 30. August statt.

© dpa-infocom, dpa:200715-99-800452/2

Gamescom

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare