Kurz-Fahrbericht

Nissan Juke: Zweite Generation des Japan-SUV ist stark vernetzt

Der Nissan Juke der zweiten Generation wurde optisch leicht entschärft.
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Der Nissan Juke der zweiten Generation wurde optisch leicht entschärft.

Die erste Generation des Nissan Juke fand in Europa mehr als eine Million Käufer. Nun bringen die Japaner den Nachfolger auf Markt - mit aktueller Technik und geglättetem Design.

  • Nissan bringt die zweite Generation des Juke auf den Markt.
  • Die Japaner haben das Design entschärft.
  • Die Preise beginnen bei 18.990 Euro.

Als vor zehn Jahren der Nissan Juke  vorgestellt wurde, fragte sich vermutlich mancher, ob da die Designabteilung von Playmobil am Werke war. Das Crossover-Coupé polarisierte – und fand viele Freunde: Bis dato wurden in Europa über eine Million Exemplare verkauft, in Deutschland über 70.000. Nun steht die zweite Generation bei den Händlern. Erste Eindrücke.

Neuer Nissan Juke: Leichter als der Vorgänger

Angetrieben wird der 1.182 Kilogramm schwere Juke (23 Kilogramm leichter als der Vorgänger*) von einem neuen Einliter-Dreizylinder-Benziner mit 117 PS. Der zeigte sich bei einer ersten Testfahrt in der Stadt und auf umliegenden Landstraßen als ruhiges und souveränes Aggregat, dem man durchaus auch mal die Sporen geben kann. Realistische Verbrauchswerte waren bei der Kurz-Präsentation nicht zu ermitteln, Nissan* gibt 5,9 Liter (im WLTP-Zyklus) auf 100 Kilometer an.

Der Radstand wuchs bei der zweiten Generation des Juke um 106 Millimeter.

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Mehr Platz im Innenraum des Juke: Radstand wächst um 106 Millimeter 

Das Design ist gegenüber dem Vorgänger etwas weniger auffällig, was auch auf die um 75 Millimeter längere Karosserie und den um 106 Millimeter gewachsenen Radstand  zurückzuführen ist. 58 Millimeter davon bekommen die Insassen, die nun auch hinten sehr kommod sitzen – nur ab etwa Schuhgröße 45 wird's im Fußraum etwas eng. Der Kofferraum fasst nun 422 Liter, das seien etwa 20 Prozent mehr, sagt der Hersteller.

Technisch aktuell: Nissan Juke mit Wifi an Bord

In Bezug auf Technik und Konnektivität  haben die Japaner den Juke II auf die Höhe der Zeit  gebracht. "Der Juke ist der am stärkste vernetzte Nissan", hieß es bei der Präsentation. An Bord ist beispielsweise ein ProPilot System für teilautonomes Fahren, das den Juke automatisch in der Spur hält und einen gleichbleibenden Abstand zum Vordermann hält. Noch im ersten Quartal 2020 soll es ein drahtloses in-car-WiFi  geben. Und mit dem Smart Alert  ist eine Überwachung des Autos  möglich – wenn beispielsweise der Sprössling damit unterwegs ist, kann Papa sehen, wo und wie schnell gefahren wird.

Im Einstiegsmodell sind Klimaanlage und Tempomat Serie.

Einstiegsmodell des Juke: Klimaanlage und Tempomat sind inklusive

Für den Juke werden fünf Ausstattungsversionen  angeboten. Das Einstiegsmodell, das ab 18.990 Euro  kostet, hat unter anderem manuelle Klimaanlage, Tempomat, LED-Scheinwerfer und Fernlichtassistent an Bord. Die Top-Version  kostet 26.390 Euro. Derzeit gibt’s nur eine Motorversion mit Schalt- oder Automatikgetriebe. Eine Version mit Hybrid sei denkbar, heißt es bei Nissan, Konkretes wollte man aber dazu nicht sagen.

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Volker Pfau

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