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Nicht alle E-Lastenräder überzeugen im Test

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Nicht alle E-Lastenräder überzeugen im Test
Lastenräder können im Alltag eine angenehme Alternative zum Auto darstellen. © ADAC/Test und Technik/dpa-tmn

Lastenräder können eine gute Alternative zum Auto sein. Welche Ansprüche sie erfüllen sollen, hängt auch vom eigenen Fahrverhalten ab. Der ADAC hat ein paar Modelle getestet.

München - Was soll ein Lastenrad leisten? Wer sich eines anschaffen möchte, hat je nach Anspruch an das Fahrverhalten eine große Auswahl: Mit E-Antrieb oder nur mit reiner Muskelkraft, zweispurig oder einspurig. Der ADAC hat nun sechs sogenannter „Long Johns“ getestet. Nicht jedes Modell hat gut abgeschnitten.

Sechs Modelle im Test, überzeugt haben nicht alle

In seinem Test (2022) kam der ADAC zum Ergebnis: Nur das „Muli e-muli 'st'“ und „Urban Arrow Family“ haben die Note „gut“ erhalten, drei Räder waren durchschnittlich und das „Bullitt STePS eBullitt 6100t“ fiel wegen hoher Schadstoffbelastung durch.

Überprüft wurden das Antriebssystem, Fahrverhalten, die Handhabung, Sicherheit und die Schadstoffbelastung. Am besten bewerteten die Tester das „Muli e-muli 'st'“, das im Fahrverhalten am ehesten einem Fahrrad ähnelt und einen geringen Wendekreis hat. Verbesserungsbedarf sahen sie aber im Hauptständer des Rads, der nur mit Mühe verwendet werden konnte.

Abzüge für den Testsieger gab es in den Bereichen Display, Platzangebot im Transportkorb und Fahrkomfort durch kleine Reifen. Ebenso kritisierten die Tester, dass die Kinder im Kopfbereich im Falle eines Unfalls nicht ausreichend in der Transportbox geschützt seien.

Das Gewicht fordert Akkuleistung

Wer sich zum ersten Mal ein E-Lastenrad kauft, sollte aufgrund des zusätzlichen Gewichts auf die Reichweite und Ladezeit des Akkus achten. Durchschnittlich müssten laut Testergebnis Radfahrer mit drei bis fünf Stunden Ladezeit rechnen. Ebenso gebe es Unterschiede in der Antriebsunterstützung. Für jene, die viele Anstiege bewältigen müssen, empfiehlt sich daher ein Modell mit kräftigem Motor.

Grundsätzlich lassen sich diese drei Motortypen unterscheiden: Zum einen der Mittelmotor, der laut ADAC für schwere Lasten und weite Strecken und Steigungen nützlich ist. Zum anderen bieten Nabenmotoren im Hinterrad eine gute Zugkraft, da das größte Gewicht auf dem Hinterrad lastet. Der Antrieb eignet sich für sportliche Fahrweisen. Der Front-Nabenmotor ist zwar am günstigsten. Er wird aber von den Testern nicht empfohlen, da er unter anderem eine schlechte Zugkraft an Steigungen entwickelt.

Unabhängig davon, ob es sich um ein zwei- oder dreispuriges Lastenrad handelt, rät der ADAC dazu, Kinder nur mit Helm mitfahren zu lassen. dpa

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