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Mercedes: Ola Källenius warnt vor Ölembargo gegen Russland

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Von: Simon Mones

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Deutschland unterstützt ein Ölembargo gegen Russland. Mercedes-Chef Ola Källenius warnte auf der Hauptversammlung vor den Folgen für die Wirtschaft.

Stuttgart – Noch immer tobt der Angriffskrieg in der Ukraine, der im März für neue Rekorde bei den Spritpreisen in Deutschland gesorgt hatte. Entsprechend stehen auch weiteren Sanktionen gegen Russland zur Debatte, wie beispielsweise ein Ölembargo der EU-Staaten.

Eine Forderung, die inzwischen auch von der Bundesregierung unterstützt wird. Aus der Wirtschaft gibt es indes kritische Stimmen. So hatte Mercedes-Chef Ola Källenius (52) angesichts einer möglichen Unterbrechung russischer Gaslieferungen vor einschneidenden Folgen gewarnt.

Ola Källenius hat vor den Folgen eines Ölembargos gegen Russland gewarnt.
Ola Källenius hat vor den Folgen eines Ölembargos gewarnt. © Bernd Weißbrod/dpa

Mercedes: Ola Källenius warnt vor Ölembargo gegen Russland

„Sollte es zu einem Gaslieferstopp kommen, würde das weite Teile der Wirtschaft betreffen“, antwortet Källenius am Freitag im Rahmen der Online-Hauptversammlung auf Fragen. Für die Fertigung und das Heizen der Werkshallen sein man auf Gas angewiesen. Gleiches gilt auch für Teslas Gigafactory in Grünheide bei Berlin.

Allerdings sei Mercedes noch von der Bundesnetzagentur noch nicht darüber informiert worden, welche Folgen eine mögliche Rationierung von Gas für den Autobauer hätte. Man stehe jedoch im engen Austausch mit den Behörden und arbeite daran, den eigenen Gasverbrauch zu reduzieren.

Mercedes: Ola Källenius glaubt nicht an unmittelbare Folgen des Ölembargo

Källenius geht jedoch davon aus, dass sich ein Gasembargo der EU-Staaten gegen Russland nicht unmittelbar auf die Fertigung auswirken wird. Zulieferer und Logistikunternehmen könnte dieses jedoch treffen, erklärte der Mercedes-Chef auf der Online-Hauptversammlung.

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Falls Gas knapp werden sollte, würde die Bundesnetzagentur es verteilen. Bisher ist nicht klar, welche Unternehmen im Notfall auf Gas verzichten müssten. Das genau Vorgehen regelt dabei der „Notfallplan Gas für die Bundesrepublik Deutschland“, dessen erste Stufe Wirtschaftsminister Robert Habeck (52) Ende März ausgerufen hatte. Allerdings kann der Staat erst dann eingreifen, wenn der Markt es nicht mehr alleine schafft, Angebot und Nachfrage in Einklang zubringen. Da inzwischen aber nur noch 12 Prozent des Gases aus Russland kommen, sei ein Ölembargo „handhabbar“ geworden, wie der Grünen-Politiker laut „FAZ“ kürzlich in Warschau betonte. (Mit Material der dpa)

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