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417 km/h auf der Autobahn: Bugatti-Raser verteidigt sich 

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Von: Simon Mones

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Mit 417 km/h ist Radim Passer im Juli 2021 in seinem Bugatti Chiron über die A2 gerast. Bei Spiegel TV hat er sich jetzt verteidigt.

Es war wohl das umstrittenste YouTube-Video des Jahres: Im April lud der tschechische Millionär Radim Passer einen Clip hoch, in dem er mit seinem Bugatti Chrion mit 417 km/h über eine deutsche Autobahn fuhr. Inzwischen wurde der Clip mehr als 14 Millionen Mal (Stand 22. September) geklickt. Bei Spiegel TV hat sich der 58-Jährige nun zu seiner Spritztour geäußert.

„Unsere Recherchen haben ergeben, dass wir weder in Tschechien noch in Deutschland von einem Unfall mit tödlichem Ausgang gehört haben, den jemand verursacht hat, der schneller als 300 km/h gefahren ist“, erklärte Passer. Zudem sei die Konzentration bei so hohen Geschwindigkeiten am Maximum.

Radim Passer reckt hinter dem Bugatti-Lenkrad die Hände in die Luft.
Große Freude nach der Fahrt: Radim Passer raste im Bugatti Chiron mit 417 km/h über eine deutsche Autobahn. © YouTube (Radim Passer)

417 km/h auf der Autobahn: Bugatti-Raser rechtfertigt sich 

Die meisten schlimmen Unfälle würden jedoch bei normalen Geschwindigkeiten passieren, „wenn die Leute müde oder unkonzentriert sind“. Und der Bugatti-Raser legt noch nach: „Es sterben weit mehr Menschen bei touristischen Aktivitäten wie zum Beispiel in den Bergen.“

Entstanden ist der Clip am 4. Juli 2021 – einem Sonntag – in den frühen Morgenstunden auf der A2 zwischen Berlin und Hannover. Der Tag war dabei bewusst gewählt. Denn an einem Sonntagmorgen sei der Verkehr am ruhigsten und nur wenige Lkw unterwegs. Auch den Autobahnabschnitt hatte Passer bewusst gewählt: „Man braucht eine dreispurige Strecke mit einem guten Weitblick geradeaus auf die Autobahn. Die dreispurige Strecke muss mindestens zehn Kilometer lang sein. Denn wenn man wirklich über hundert Meter pro Sekunde zurücklegt, braucht man einen ausgesprochen guten Überblick auf die Autobahn.“

417 km/h auf der Autobahn: Rekord-Plakette statt Strafe 

Ein schlechtes Gewissen scheint der tschechische Milliardär also nicht zu haben. Immerhin hat er nichts Verbotenes getan, auch wenn die Generalstaatsanwaltschaft Nauenburg die Aktion „verantwortungslos und lebensmüde“ nannte. Belangt wurde Bugatti Raser dafür nicht..

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Im Gegenteil: Von Bugatti bekam Passer sogar eine Plakette für den Sportwagen mit der Aufschrift: „Erster, der jemals mit mehr als 415 km/h über eine öffentliche Autobahn gefahren ist“. Diese schmückt nun den Sportwagen. Und auch Matthias Malmedie hat die 417-km/h-Fahrt auf seinem YouTube-Kanal gefeiert. Immerhin habe der Milliadär keine Gesetze gebrochen und auf die Sicherheit geachtet. Doch alleine darauf wollte Passer nicht vertrauen: „Ohne vorher zu beten, würden wir sowas niemals ausprobieren.“

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