Vertrag bis 2018

Bader in Hannover als Geschäftsführer vorgestellt

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Martin Bader (l.) und Hannover-Präsident Martin Kind auf der Tribüne beim Spiel in Wolfsburg.

Hannover - Der neue Sportdirektor Martin Bader hat am Donnerstag seinen Dienst beim Tabellenletzten Hannover 96 angetreten. Präsident Martin Kind will dem Ex-Nürnberger mit mehr Machtbefugnissen ausstatten.

Machtverschiebung bei Hannover 96: Mit der Verpflichtung von Martin Bader als neuen Geschäftsführer Sport hat Präsident Martin Kind seinen Abschied auf Raten beim Bundesliga-Schlusslicht eingeleitet. „Bei Anrufen zum Thema Sport werde ich jetzt immer auf Herrn Bader verweisen“, witzelte der Klub-Boss, der seinen Rücktritt für 2017 bereits angekündigt hat.

Spätestens bis zu diesem Zeitpunkt soll sein Wunschkandidat den Tabellenletzten wieder in deutlich höhere Regionen führen. „Der Vertrag von Herrn Bader läuft bis 2018, aber unser Ziel ist eine Dauerlösung“, sagte der millionenschwere Unternehmer bei der Präsentation seines neuen Top-Angestellten am Donnerstag. Der 47-Jährige kommt vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg, bei dem Bader mehr als elf Jahre unter Vertrag stand.

Beim Nordderby am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Werder Bremen wird Bader erstmals auf der 96-Bank Platz nehmen. Seine neue Aufgabe geht er trotz der schwierigen Ausgangslage beim Tabellenletzten optimistisch an: „Grundsätzlich ist dieser Verein nach meiner Überzeugung breit und stabil aufgestellt, sportlich allerdings etwas in die Knie gegangen.“

In den nächsten Wochen wird der neue Mann auch noch die Aufgaben eines Sportdirektors übernehmen, für diesen Job stellt man an der Leine derzeit noch mehrere Kandidaten auf den Prüfstand. Ungeachtet des nahtlosen Übergangs von den Franken zu den Niedersachsen stellt das für Bader nach eigener Aussage kein Problem dar. „Ich bin ja noch recht jung und bin es auch gewohnt, einfach durchzuarbeiten. Ich brauche keine Auszeit“, sagte er.

Auch im Interesse seines neuen Mitarbeiters hofft Kind zumindest auf ein kleines Erfolgserlebnis am Wochenende . „Wir sollten möglichst nicht verlieren, damit nicht wieder Personaldiskussionen aufkommen“, formulierte der 71-Jährige. Bis Weihnachten, so orakelte er weiter, müssten aber wohl fünf Siege her, um die sportliche Situation spürbar zu verbessern.

So weit allerdings kann und will Michael Frontzeck nicht vorausdenken. Bereits zum dritten Mal binnen eines halben Jahres hat sich der Coach mit seinen Schützlingen nach Marienfelde in ein Trainingslager zurückgezogen. In dem früheren Kloster gilt alle Konzentration der Partie gegen die Hanseaten.

„Wir rücken hier enger zusammen. Ziel ist es, an die Leistung in Wolfsburg anzuknüpfen“, sagte der Fußball-Lehrer. Im Niedersachsen-Derby hatte seine Truppe dem Vize-Meister überraschend ein 1:1-Unentschieden abgetrotzt. Ums Spirituelle geht es Frontzeck nicht: „Wir sind nicht hier, um geistigen Beistand zu bekommen.“

SID

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