Erste Jahreshauptversammlung des Feuerwehr-Fördervereins / Blauröcke blicken auf 14 Einsätze zurück

Ungewohnte Rollenverteilung

Auch wenn es eigentlich die Jahreshauptversammlung des Feuerwehr-Fördervereins Adensen-Hallerburg ist – die erste in seiner noch jungen Geschichte – stehen unter anderem Beförderungen und Ehrungen von Brandschützern im Mittelpunkt. Foto: Appel

Adensen / Hallerburg Premiere in Adensen: Zum ersten Mal in seiner noch jungen Geschichte hatte der Feuerwehr-Förderverein Adensen-Hallerburg zur einer Jahreshauptversammlung geladen. Rund 80 Mitglieder waren dem Aufruf gefolgt und blickten gemeinsam mit dem Vorsitzenden Stephan Mauska in der Rolf-Gehrke-Halle auf das erste Jahr des Fördervereins zurück.

Genauer betrachtet, blickten sie auf das erste halbe Jahr der Vereinsgeschichte zurück. Denn zwar hatten sich bereits Ende April 2015 die Blauröcke und Förderer aus Adensen und Hallerburg getroffen, um den Verein aus der Taufe zu heben, doch im Vereinsregister taucht der Verein mit dem Ziel, den Helfern zu helfen und beispielsweise in Sachen Finanzen alles zu regeln, erst seit Mitte Juni 2015 auf. Das Gute daran: „Nach nur einem halben Jahr gibt es keine Ämter neu zu besetzen“, sagte Mauska schmunzelnd.

Wenngleich Ortsbrandmeister Jan Riechelmann in ungewohnter Rolle, quasi als Gast in der Besucherreihe anstatt in vorderster Front, der Veranstaltung beiwohnte, so lag der Schwerpunkt der Zusammenkunft doch eher wie gewohnt auf dem Rückblick auf die Geschehnisse der Feuerwehr im vergangenen Jahr. Riechelmann erinnerte an 14 Einsätze (sechs davon technische Hilfeleistung), darunter an jenem tragischen Verkehrsunfall an der B 3, bei dem ein Kamerad sein Leben ließ. Einen Dank sprach er in diesem Zusammenhang der Notfallseelsorge in Person von Pastorin Andrea Haase aus.

Türöffnungen

Womöglich aufgrund einer älter werdenden Gesellschaft hätten die Einsätze zur Türöffnung zugenommen, mutmaßte Riechelmann. Zwei Mal waren die Blauröcke diesbezüglich aktiv und der Förderverein reagierte auf diese Entwicklung, indem Öffnungswerkzeuge für zugefallene Türen beschaffen wurden. Personell steht die Feuerwehr der beiden Orte mit 45 Personen in der Einsatzabteilung, 18 in der Altersabteilung sowie drei Jugendlichen auf soliden Beinen. Verstärkt wurden die Aktiven im vergangenen Jahr durch zwei Quereinsteiger sowie drei Übernahmen aus dem Nachwuchs. Eine Neuordnung gab es im Ortskommando, da durch die Fördervereinsgründung Doppelstrukturen entstanden waren.

Von Spaß der Jugendlichen beim Zeltlager, Boßeln und anderen Aktionen sowie vom Eifer beim Üben, berichtete Jugendwart Andre Thiemann. „Dieses Jahr werden voraussichtlich zwei in die Einsatzabteilung übernommen“, zeigt er auf, dass Neuzugänge jederzeit willkommen, wenn nicht sogar notwendig sind.

Über Neuzugänge würde sich auch der Förderverein freuen, wie Mauska betonte. 292 Mitglieder zählt der junge Verein derzeit. Die 300er-Marke zu knacken, hat Mauska daher als Ziel ausgerufen. Die große Zahl an Mitgliedern spiegele den Rückhalt und die Anerkennung der Feuerwehr in den Orten wider, betonte Marcus Tischbier als Vertreter der Verwaltung. Auch sei die Zahl der Aktiven ein beruhigendes Gefühl. Diesen Faden griff auch Gemeindebrandmeister Frank Borrmann auf. Er bescheinigte Adensen und Hallerburg eine „intakte Feuerwehr, die stets zur Stelle ist“. Er begrüßte zudem die Gründung des Fördervereins, dem ersten in der Gemeinde: „Das Konzept des Vereins macht Sinn.“

Deutlich wurde dies zudem angesichts der Vorhaben und der Veranstaltungen, die die Blauröcke 2016 wuppen wollen. „Für unsere Aktivitäten sind wir stets auf Helfer angewiesen“, rührte daher Mauska nochmals die Werbetrommel.

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