Irina Shilina und Dariya Maminova machen aus dem Burgstemmer Neujahrskonzert einen gelungenen Start ins Jahr

Temperament- und gefühlvolle Reise

Für viele Besucher ist das Neujahrskonzert des Vereins Dorfkultur Burgstemmen bereits ein fester Bestandteil im Terminkalender. Fotos: Fritzsche

BURGSTEMMEN Für viele Freunde anspruchsvoller Musik ist das kleine Neujahrskonzert in der St. Joseph-Kirche auf dem Poppenburger Burgberg längst zu einem festen Datum im Terminkalender geworden.

Nunmehr zum siebten Mal hatte sich jetzt wieder die kleine Kirche gefüllt, und erwartungsvoll sahen die Besucher heuer dem Konzert der weißrussischen Künstlerinnen Irina Shilina und Dariya Maminova entgegen.

Bereits beim ersten Ton des in dieser Region eher noch unbekannten Cymbals erfüllte das Instrument den Kirchenraum, und entgegen anderer Konzerte, bei denen sich die Besucher gerne mit geschlossenen Augen entspannt zurücklehnen, versuchte jeder Zuhörer auch einen Blick auf die Ausnahmekünstlerin Irina Shilina zu werfen. Ihre Fingerfertigkeit, mit der sie das mit Klöppeln geschlagene, hackbrettähnliche Instrument bediente, war nicht nur eine Freude für die Ohren. Es machte Spaß, ihr beim Musizieren zuzugucken, und sie beeindruckte mit ihrem konzentrierten wie leichten Spiel.

Den passenden Rahmen dazu gestaltete Dariya Maminova am Piano, die nicht weniger talentiert wie beeindruckend aufzeigte, was für eine große Künstlerin sie ist.

Epochen und Stile

Heike Gesemann vom veranstaltenden Verein Dorfkultur Burgstemmen hatte eingangs „faszinierende Klangwelten“ angekündigt – und genau die wurden dem Publikum auch präsentiert. Eine temperamentvolle wie gefühlvolle Reise durch verschiedene Musikepochen und -stile traten Künstler und Publikum an, und es war seh- und spürbar, wie alle diesen gemeinsamen Ausflug genießen konnten. Donnernder Applaus nach jedem Stück des ungewöhnlichen Beitrags machte deutlich, wie sehr den Zuhörern die Darbietung gefiel, die dafür Sorge tragen wird, dass auch im nächsten Jahreskalender dieser Termin auf der Poppenburg bei vielen wieder rechtzeitig reserviert wird. „Meine Hochachtung davor, was man aus einem solchen Instrument an Gefühl rausholen kann, und mit welcher Fingerfertigkeit diese Frau es beherrscht“, stellte Klaus Wenzel fest, der trotz des Wintereinbruchs, der für die Atmosphäre auf dem Burgberg ein klarer Zusatzgewinn war, nicht den Weg aus Hannover gescheut hatte, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

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