53 Master- und Bachelor of Arts bestehen ihre Prüfung an der HAWK

Mode und neue Höflichkeit

Frauke Zander zeigt ihre Master Arbeit „Die neue Höflichkeit“. Vier Bilder zeigen wiederfindende Situationen. Foto: Kolbe-Bode

HILDESHEIM Wenn alles gut läuft, ist ein Bachelor of Arts Studiengang in sechs Semestern zu schaffen. Setzen Studierende noch vier Semester obendrauf, dürfen sie sich Master of Arts nennen. Voraussetzung ist, dass sie ihre Professoren und eine Jury aus der Wirtschaft mit ihren Arbeiten überzeugen können.

In der Aula der HAWK in der Kaiserstraße war es still, als Katrin Freund ihre Masterarbeit zum Thema „Die Darstellung des Menschen in der Modefotografie und die Kommunikation im Wandel der Zeit“ in einer aufwändigen Powerpoint-Präsentation und überzeugender Moderation vorstellte. Akribisch hat sie Bildmaterial zusammengestellt, welches die Epochen der Mode, vom schlicht-mondänen Stil, schockierendem Heroin-Look mit Smoky-Eyes oder dem Chic der Flower-Power-Generation zeigte. Auch eigene, kreativ inszenierte Fotografien hat sie dafür angefertigt und daraus eine Plakatserie unter dem fiktiven Label „Poirot“ entwickelt. Auf den hinteren Stuhlreihen verfolgten Studenten aus unteren Semestern das Geschehen. In der ersten Reihe saß eine neunköpfige Jury, die sich eifrig Notizen machte. Die Damen und Herren sind Fachleute aus der freien Wirtschaft und arbeiten beispielsweise in der Filmproduktion, hochrangigen Werbeagenturen oder adäquaten Architekturbüros. Überwiegend sind sie aus Berlin oder Hamburg angereist. „Die Jury lobte ausdrücklich die hohe Professionalität der Präsentationen und war auch von den Inhalten der Abschlussarbeiten sehr begeistert“, erklärt Prof. Stefan Wölwer, Studiendekan/Gestaltung. Die Braunschweigerin Frauke Zander hat es sich zur Aufgabe gemacht, „Die neue Höflichkeit“ in Bildern, in denen sich der Betrachter wiederfindet, umzusetzen. Ein Bild ihrer Masterarbeit zeigt die Szene, in der ein Gesprächspartner nur auf dem Handy spielt und der Andere gelangweilt in die Ecke starrt. Es stellte sich allerdings im Verlauf der Arbeit heraus, dass letztendlich immer der Respekt zum Gegenüber das Zauberwort für ein höfliches Miteinander ist. Insgesamt stellten 53 Studierende ihre Arbeiten für den Abschluss in verschiedenen Fachrichtungen vor. Den Titel als Master of Arts strebten 19 Studierende an. Alle Absolventen haben ihre Prüfungen bestanden. Als Prüfungsbeste erhielt Nadine Weiberg mit dem Studienschwerpunkt Digitale Medien, für die Arbeit „Käfer-Kunde“ eine glatte Eins. Sie entwickelte eine App als Nachschlagewerk, mit der Käfer bestimmt oder gezeigt werden. ckb

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